Aktiensplit

Aktiensplit Definition

Bei einem Aktiensplit wird der Nennbetrag einer Aktie geändert, z.B. halbiert; dadurch erhöht sich die Anzahl der Aktien und der Aktienpreis bzw. Börsenkurs sinkt entsprechend.

Beispiel

Eine börsennotierte Aktiengesellschaft hat ein Grundkapital von 100.000 €, das in 10.000 Aktien mit einem Nennwert von 10 € eingeteilt ist. Der Börsenkurs der Aktie sei in den letzten Jahren stark gestiegen und betrage 500 € (der Börsenwert des Unternehmens ist dann 10.000 Aktien × 500 € = 5 Mio. €). Der Anleger Herr Meier hält 10 Aktien des Unternehmens (mit einem Gesamtwert von 10 × 500 € = 5.000 €).

Das Unternehmen nimmt einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 vor: aus einer Aktie mit 10 € Nennwert werden zwei Aktien mit einem Nennwert von 5 € gemacht.

Herr Meier erhält für seine 10 alten Aktien aufgrund des Aktiensplits 20 neue Aktien und die Aktiengesellschaft hat nunmehr insgesamt 20.000 Aktien auf dem Markt (statt vorher 10.000). Der Börsenkurs der Aktie fällt auf 250 € (der Börsenwert von 5 Mio. € geteilt durch die Anzahl der Aktien von 20.000 = 250 €) und Herr Meier's Aktienvermögen bleibt mit 20 × 250 € = 5.000 € unverändert.

Der Aktiensplit dient v.a. dazu, die Aktie optisch billiger zu machen. Ein hoher Kurs von 500 € schreckt viele Anleger ab, außerdem werden manche Anleger ganz vom Kauf einer Aktie des Unternehmens ausgeschlossen (z.B. ein Kleinanleger, der vielleicht 300 € gespart hat und in Aktien investieren möchte).

Der Aktiensplit im Beispiel hätte auch z.B. im Verhältnis 1 : 10 vorgenommen werden können, dann wäre der Nennbetrag 1 € (1 € ist das Minimum i.S.d. § 8 Abs. 2 AktG), es gäbe 100.000 Aktien und der Börsenkurs wäre 50 €.

Alternative Begriffe: Aktiensplitting.