Bestandskonten

Was sind Bestandskonten?

Bestandskonten sind Unterkonten der Bilanz. Sie weisen Bestände auf (z.B. Bankguthaben, Rohstoffe, Forderungen) und werden ausgehend von einem Anfangsbestand über Zu- und Abgänge während des Geschäftsjahrs auf einen Schlussbestand zum Bilanzstichtag übergeleitet.

Beispiel Bestandskonten

Das Bestandskonto Kasse hat zum 1. Januar 01 einen Bestand von 100,00 €. Im Geschäftsjahr 01 werden lediglich Parkgebühren in Höhe von 10,00 € aus der Kasse bezahlt.

Der Schlussbestand des Bestandskontos Kasse zum 31. Dezember 01 beträgt 90,00 €. Dieser Schlussbestand zum 31. Dezember 01 ist dann wiederum der Anfangsbestand zum 1. Januar 02, d.h. für das nächste Geschäftsjahr (sogenannter Saldovortrag).

Das Gegenstück zu den Bestandskonten sind die Erfolgskonten, die keine Bestände, sondern Erträge und Aufwendungen ausweisen.

Üblicherweise wird ein Bilanzposten in mehrere Bestandskonten aufgeteilt, z.B. der Bilanzposten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in die Bestandskonten Computer, Möbel, PKW etc.

Bei den Bestandskonten unterscheidet man

  • aktive Bestandskonten, die aus der Aktivseite der Bilanz abgeleitet werden (auch als Aktivkonto bezeichnet), z.B. Anlagevermögen, Forderungen, Vorräte etc.; Zugänge werden auf diesen Aktivkonten auf der (linken) SOLL-Seite verbucht (z.B. neuer PKW), Abgänge und Minderungen auf der rechten HABEN-Seite (z.B. Abschreibung auf den PKW);
  • passive Bestandskonten, die aus der Passivseite der Bilanz entstehen (auch als Passivkonto bezeichnet), z.B. Bankverbindlichkeiten, Rückstellungen und die Eigenkapitalkonten; die Passivkonten erhöhen sich auf der (rechten) HABEN-Seite (z.B. Kreditaufnahme) und vermindern sich auf der (linken) SOLL-Seite (z.B. Tilgung eines Kredits).

Alternative Begriffe: Bilanzkonten.