Deflation

Deflation Definition

Während eine Inflation der Normalzustand ist, stellt eine Deflation einen Ausnahmetatbestand dar: die Preise steigen nicht, sondern fallen über einen längeren Zeitraum; die Kaufkraft des Geldes steigt.

Wird eine Inflation in einer gewissen niedrigen Höhe akzeptiert und sogar angestrebt, betrachtet man die Deflation als Problem: wenn die Menschen davon ausgehen, dass die Preise sinken, warten sie mit dem Geldausgeben ab (für bestimmte Güter, z.B. Kauf eines neuen Autos oder einer neuen Wohnungseinrichtung – den Einkauf von Lebensmitteln kann man eher nicht verschieben), da es ja "morgen" günstiger ist.

Die Wirtschaft bzw. Konjunktur leiden unter der Kaufzurückhaltung: Absatzrückgang mit der Folge geringerer Investitionen und höherer Arbeitslosigkeit.

Eine "rechnerische" Deflation – die Inflationsrate wird negativ – kann aber bereits dadurch entstehen, dass Güter und Dienstleistungen, die im Warenkorb zur Messung der Inflation stark gewichtet sind wie z.B. Mieten oder Energie (Strom, Heizöl, Treibstoffe) sinken, während die Preise aller anderen Güter konstant bleiben oder leicht steigen.