Feste Wechselkurse

Feste Wechselkurse Definition

Ein fester Wechselkurs wird durch Notenbanken bzw. politische Entscheidungen vorgegeben (und nicht wie beim flexiblen Wechselkurs durch Angebot und Nachfrage bestimmt).

Bei festen Wechselkurssystemen wird ein Austauschverhältnis zwischen der eigenen Heimatwährung und einer sog. Ankerwährung (v.a. dem Euro oder US-Dollar) festgelegt.

Diese Kopplung basiert nicht unbedingt auf einem einzigen festen Kurs, sondern meist auf einer Bandbreite (z.B. von 2 oder 3 % um einen bestimmten Kurs). Verlässt die Heimatwährung die Bandbreite, intervenieren die Regierung bzw. Zentralbank des Landes.

Beispiel

So ist z.B. die Dänische Krone an den Eurokurs gekoppelt.

Bei einer (drohenden) Aufwertung der Dänischen Krone kann die Dänische Notenbank z.B. (Milliarden von) Kronen am Devisenmarkt gegen Euro verkaufen, um den Kurs der Heimatwährung unten bzw. in der Bandbreite zu halten.

Feste Wechselkurssysteme sind die Ausnahme, üblich sind flexible Wechselkurssysteme. Allerdings basiert z.B. die Europäische Währungsunion mit dem Euro als gemeinsamer Währung auf festen Wechselkursen zwischen den Mitgliedsstaaten, während gegenüber der Außenwelt flexible Wechselkurse für US-Dollar, Yen, Schweizer Franken etc. bestehen.