Hedging

Hedging Definition

Hedging ist eine Form der Absicherung bzw. der Risikoreduzierung (eine andere wäre z.B. eine Versicherung).

Beispiel

Ein Unternehmen hat vorübergehend 10 Mio. € in festverzinslichen Anleihen mit einem Zinssatz von 1 % und einer Laufzeit von 5 Jahren investiert. Diese Anleihen können stark an Wert verlieren, z.B. wenn der Marktzinssatz auf 5 % steigt (dann sind die 1 % Verzinsung nicht mehr attraktiv).

Gegen einen etwaigen Wertverfall der Anleihen selbst kann das Unternehmen nichts tun, das regelt der Markt. Es kann sich aber insofern absichern, als es ein Gegengeschäft eingeht, also ein Geschäft, das im Wert steigt, wenn die Anleihen aufgrund einer Zinserhöhung im Wert fallen. Dafür werden vor allem Derivate verwendet, z.B. ein Zinsswap oder eine Zinsoption. Die Absicherung ist am effektivsten, wenn die beiden Geschäfte perfekt negativ korreliert sind.

Das Hedging ergibt sich nicht durch die gewählten Derivate, sondern durch die dahinter stehende Absicht: man möchte keine Spekulation vornehmen, sondern Positionen absichern.

Neben Derivaten gibt es noch das sog. natürliche Hedging.

Beispiel

Ein in Deutschland ansässiges global tätiges Automobilunternehmen nimmt viele US-Dollar ein; wenn der US-Dollar-Kurs fällt, sind diese US-Dollar immer weniger Euro wert, das wirkt sich negativ auf den in Euro bilanzierten Gewinn aus.

Auch hier könnte das Unternehmen den US-Dollar-Kurs durch Derivate (Devisenswap, Devisentermingeschäft) absichern; alternativ könnte es aber auch dafür sorgen, dass es die Dollar nicht in Euro tauschen / umrechnen muss, sondern gebrauchen kann, z.B. indem es ein Werk in den USA unterhält und die Arbeiter und Lieferanten vor Ort mit den eingenommenen US-Dollar bezahlt.