Importierte Inflation

Importierte Inflation Definition

Eine importierte Inflation als eine der möglichen Ursachen für Inflation resultiert aus steigenden Preisen für Importgüter und -leistungen. Das Risiko bzw. die Anfälligkeit dafür steigt mit der Höhe des Importanteils (in der Realität und v.a. im Warenkorb, für den die Preise berechnet werden).

Mögliche Ursachen importierter Inflation:

  • die Weltmarktpreise für bestimmte Güter steigen
  • es werden Einfuhrzölle auf Importwaren erhoben bzw. erhöht
  • die Inflation in den Ländern, aus denen ein Land vorwiegend Waren bezieht, steigt
  • die eigene Währung verliert an Wert bzw. wird abgewertet.

Beispiel

Ein Land, das kaum eigene Ölvorkommen hat, muss Rohöl überwiegend importieren. Steigt der Weltmarktpreis für einen Liter Rohöl z.B. von 1 US-Dollar auf 1,20 US-Dollar, steigen dadurch die Energiepreise im Warenkorb.

Bliebe der Rohölpreis konstant bei 1 US-Dollar je Liter, ändert sich aber der Wechselkurs z.B. von 1 US-Dollar = 1 Euro auf 1 US-Dollar = 1,20 Euro, muss nun für den Liter Rohöl 1,20 Euro bezahlt werden statt vorher 1 Euro. Die Preise der eingeführten Waren sind höher, Inflation wurde importiert.

Alternative Begriffe: importierte Kosteninflation.