Inflation

Inflation Definition

Inflation bezeichnet die Preissteigerung von einem Jahr auf das andere; dadurch wird das Geld weniger wert (Geldentwertung). Sie wird mit der Inflationsrate für einen definierten Warenkorb (darin sind neben Waren wie Lebensmitteln und Öl auch Dienstleistungen i.w.S. wie Miete, Versicherung, Friseurbesuch, Telekommunikation und Reisen enthalten) gemessen (vgl. Laspeyres-Preisindex).

Inflation Beispiel

Der Warenkorb kostet im Jahr 2012 100 € und im Jahr 2013 102 €. Die Inflationsrate ist (102 - 100) / 100 = 0,02 = 2 %. Die Inflation führt zu einem Verlust der Kaufkraft: in 2013 kann man für 100 € weniger kaufen als in 2012.

Dieser Kaufkraftverlust ist nicht zwangsläufig: würden die Einkommen / Löhne entsprechend erhöht, bliebe die Kaufkraft gleich. Während aber die Preise "von selbst steigen", müssen Lohnerhöhungen durch die Arbeitnehmer und Gewerkschaften erst durchgesetzt werden und zudem mindern Steuern und Sozialabgaben die Bruttolohnerhöhungen.

Die Inflation hat verschiedene Auswirkungen:

  • die Buchführung ist eine Nominalrechnung, d.h., sie wird in Geldeinheiten geführt und berücksichtigt nicht den Kaufkraftverlust;
  • wird Kapital z.B. nur mit 2 % verzinst, ergibt sich bei der obigen Inflationsrate von 2 % kein Gewinn für den Anleger: er erhält für 100 € Kapital zwar 1 Jahr später 102 €, aber die Kaufkraft ist dieselbe (die reale Verzinsung ist 0 %).

Die Inflationsrate kann auch negative Werte annehmen (negative Inflation), das Preisniveau ist dann gesunken. Hält dieser Zustand fallender Preisniveaus länger an, spricht man von Deflation.

Hohe Inflationsraten gelten als unerwünscht, niedrige Inflationsraten hingegen werden sogar angestrebt: so hat z.B. die EZB ein Inflationsziel von knapp unter 2 % (die Deflationsgefahr wird als das größere Problem betrachtet).

Alternative Begriffe: Geldentwertung, Preissteigerung, Preissteigerungsrate, Teuerung, Teuerungsrate.