Kreuzpreiselastizität

Kreuzpreiselastizität Definition

Die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage misst, wie sich die Änderung des Preises eines Guts auf die Nachfrage eines anderen Guts auswirkt.

Kreuzpreiselastizität Beispiel

Steigt z.B. der Preis für Kaffeekapseln, kann man davon ausgehen, dass die Nachfrage nach entsprechenden Kaffeeautomaten sinkt (das gilt auch umgekehrt: teurere Kaffeemaschinen führen zu geringerer Nachfrage nach Kaffeekapseln).

Der Preis des einen Guts (hier: Kaffeekapseln) wirkt sich nicht nur auf die Nachfrage des Guts selbst aus (das wäre die Preiselastizität), sondern auch auf ein oder mehrere andere Güter wie hier die Kaffeeautomaten (Kreuzpreiselastizität).

Während die Kreuzpreiselastizität bei sog. Komplementärgütern (sich ergänzende Produkte wie im Beispiel) negativ ist (Preis des einen Guts steigt, Nachfrage des anderen Guts sinkt), ist sie bei sog. Substitutionsgütern (Ersatzprodukte) i.d.R. positiv: steigt der Preis von Kaffeekapseln, steigt wahrscheinlich die Nachfrage nach alternativen Kaffeeformen wie Filterkaffee, Kaffeebohnen — oder auch nach Tee.

Die Berechnung der Kreuzpreiselastizität erfolgt analog der Preiselastizität.

Alternative Begriffe: indirekte Preiselastizität.