Langfristige Preisuntergrenze

Langfristige Preisuntergrenze Definition

Die oftmals auch als LPU abgekürzte langfristige Preisuntergrenze liegt auf Höhe der Gesamtkosten, d.h. der Selbstkosten.

Die langfristige Preisuntergrenze bedeutet: das Unternehmen kann langfristig (über das Jahr gesehen) nicht unterhalb seiner Selbstkosten – d.h. seiner Kosten je Produkteinheit bzw. Stück – anbieten, da es sonst einen Betriebsverlust erzielen würde.

Die langfristige Preisuntergrenze berechnen heißt somit, die Selbstkosten zu berechnen.

Langfristige Preisuntergrenze Formel

Die langfristige Preisuntergrenze lässt sich als Formel wie folgt berechnen:

Langfristige Preisuntergrenze = Selbstkosten (pro Stück).

Beispiel langfristige Preisuntergrenze

Beispiel: Bedeutung der langfristigen Preisuntergrenze (LPU)

Eine Pizzeria ermittelt als Selbstkosten für eine Pizza 3,25 Euro (vgl. das Beispiel zum Kalkulationsschema).

Die langfristige Preisuntergrenze der Pizzeria liegt somit bei 3,25 Euro. Das bedeutet: die Pizzeria muss den "Listenpreis" für eine Pizza in ihrer Menükarte über 3,25 Euro ansetzen, um einen Gewinn zu erzielen.

Kurzfristig hingegen — z.B. bei der Entscheidung über einen einzelnen Auftrag — kann die langfristige Preisuntergrenze unterschritten werden, allerdings maximal bis in Höhe der kurzfristigen Preisuntergrenze.