Modalwert

Modalwert Definition

Der Modalwert als einer der Lageparameter der Statistik ist die Merkmalsausprägung, die am häufigsten vorkommt (z.B. in Umfragen genannt wird) bzw. die am wahrscheinlichsten ist. Der Modalwert kann bereits für eine Nominalskala gebildet werden (und auch für eine Ordinalskala sowie Intervallskala).

Modalwert Beispiel

Ein Unternehmen hat 100 Mitarbeiter. Die Personalabteilung fertigt eine Statistik an, wie viele Mitarbeiter jeweils eine abgeschlossene Ausbildung (30 Mitarbeiter), einen Meistertitel (10) oder einen Hochschulabschluss (60) haben. Der Modalwert (häufigste Wert) für das Merkmal "beruflicher Bildungsabschluss" ist 60 (Hochschulabschluss). Der Modalwert ist in dem Fall aussagekräftig, weil sich der häufigste Wert von den anderen Werten wesentlich unterscheidet.

In einem Säulen- bzw. Balkendiagramm sieht man den Modalwert sofort (die höchste Säule):

Modalwert im Balkendiagramm

Hätten z.B. 33 Mitarbeiter eine abgeschlossene Ausbildung, weitere 33 einen Meistertitel und 34 einen Hochschulabschluss, läge der Modalwert immer noch beim Hochschulabschluss; die Aussage "am häufigsten Hochschulabsolventen" führt aber etwas in die Irre, da letztlich eine gleichmäßige Verteilung vorliegt.

Im Beispiel gibt es nur einen Modalwert (unimodale Verteilung); es kann aber natürlich auch zwei oder mehr häufigste (gleichhäufige) Werte geben (bimodale bzw. multimodale Verteilung).

Im Falle klassierter Daten spricht man von der modalen Klasse.

Alternative Begriffe: dichtester Wert, häufigster Wert, mode (englisch), Modus.