Monopol

Monopol Definition

Das Monopol bezeichnet eine Marktform, bei der ein alleiniger Anbieter (Monopolist) den Markt bedient (Angebotsmonopol).

Das Monopol stellt eine i.d.R. aufgrund der damit verbundenen Marktbeherrschung nicht gewollte Marktform dar, da hier kein Wettbewerb besteht und damit die übliche Preisbildung durch Angebot und Nachfrage nicht existiert.

Staatliche Unternehmen hatten oder haben teilweise noch eine Monopolstellung.

Die Entwicklung eines Monopols bzw. die Verdichtung des Marktes auf einen Monopolisten bezeichnet man als Monopolisierung.

Nachfragemonopol (Monopson)

Neben dem Angebotsmonopol gibt es auch das Nachfragemonopol bzw. Monopson: hier stehen viele Anbieter nur einem einzigen Nachfrager gegenüber.

Ein Nachfragemonopol geht oftmals vom Staat aus: Nur der Staat fragt Rüstungsgüter, Polizeiuniformen und Autobahnen nach.

Zweiseitiges Monopol / Bilaterales Monopol

Gibt es sowohl nur einen Anbieter als auch einen Nachfrager, so spricht man von einem zweiseitigen Monopol bzw. bilateralen Monopol.

Beispiel für bilaterales Monopol

Gibt es z.B. nur einen Hersteller von Jagdflugzeugen und nur die Bundeswehr als Nachfrager, liegt ein zweiseitiges Monopol vor.

Natürliches Monopol

Ein sog. natürliches Monopol liegt vor, wenn die Gesamtkosten, um ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitzustellen, geringer sind, wenn nur ein Anbieter vorhanden ist als wenn mehrere Anbieter auf dem Markt tätig sind.

Das ist z.B. dann der Fall, wenn sehr hohe Fixkosten für die Bereitstellung einer Infrastruktur anfallen (z.B. Bahnnetz, Häfen etc.); es wäre mit extrem hohen Kosten verbunden, ein weiteres Schienennetz aufzubauen oder einen zusätzlichen Hafen in einer Hafenstadt.