Nennwertaktie

Nennwertaktie Definition

Die auch als Nennbetragsaktie bezeichnete Nennwertaktie lautet auf einen festen Nennwert bzw. Nominalwert.

Der Nennwert ist der Wert, der auf der Aktie steht (so wie 5 € auf dem 5-€-Schein stehen). Der Mindestnennwert ist 1 €, § 8 Abs. 2 AktG. Der Nennwert multipliziert mit der Anzahl der Aktien ergibt das Grundkapital der Aktiengesellschaft.

Beispiel: Nennwertaktien und Grundkapital

Es werden 1.000.000 Nennwertaktien mit einem Nennwert von 5 € ausgegeben. Das Grundkapital bzw. Gezeichnete Kapital beträgt dann 5 Mio. €.

Eine Ausgabe unter Nennwert (sogenannte Unterpari-Emission) ist nicht zulässig, eine Ausgabe über dem Nennwert mit einem Aufgeld (Agio) ist hingegen erlaubt und üblich. Das Aufgeld wird in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Es müssen mindestens 25 % des Nennwerts zuzüglich Agio einbezahlt sein.

Gibt ein Unternehmen Nennwertaktien aus, kann es daneben keine Stückaktien haben. Das Unternehmen muss sich für eine der beiden Aktiengattungen entscheiden (§ 8 Abs. 1 AktG).

Während der Nennwert einer Aktie konstant bleibt, verändert sich der Börsenkurswert permanent. Der Börsenkurs spiegelt den jeweils auf Angebot und Nachfrage basierenden Preis der Aktie wider.