Kapitaleinlage einer OHG

Kapitaleinlage einer OHG

Für die Gründung einer OHG ist formal kein Mindestkapital erforderlich. Theoretisch kann z.B. mit 1 € gegründet werden (allerdings wird der Geschäftsbetrieb wohl ein gewisses Kapital erfordern).

In der Regel wird im Gesellschaftsvertrag vereinbart, in welcher Höhe die Gesellschafter eine Kapitaleinlage leisten.

Neben Bareinlagen sind auch Sacheinlagen (z.B. PKW, Maschinen) möglich.

Beispiel Kapitaleinlage

Beispiel: Kapitaleinlage einer OHG lt. Gesellschaftsvertrag

Meier und Müller gründen eine OHG. Im Gesellschaftsvertrag vereinbaren sie, dass Meier 100.000 € und Müller 200.000 € als Einlage leistet.

Meier und Müller zahlen in Summe 300.000 € auf das Geschäftskonto der OHG ein.

Die Einlagen werden i.d.R. in der Bilanz der OHG auf separaten Kapitalkonten (z.B. Kapitalkonto Meier, Kapitalkonto Müller) als Eigenkapital geführt.

Kapitaleinlage und Gewinnverteilung

Die Höhe der Kapitaleinlage wirkt sich i.d.R. auf die Vorabvergütung im Rahmen der Gewinnverteilung einer OHG aus, vgl. Gewinnverteilung OHG.

Gesamthandsvermögen

Das Vermögen der OHG ist ein Gesamthandsvermögen, d.h. es handelt sich um Vermögen aller Gesellschafter und nicht einzelner Gesellschafter.