Ordinalskala

Ordinalskala Definition

Bei der auch als Rangskala bezeichneten Ordinalskala werden die Merkmalsausprägungen in eine Rangfolge gebracht.

Ordinalskala Beispiel

Ein Unternehmen lässt seine Kunden befragen, wie sie den Kundenservice des Unternehmens bewerten. Die 5 Antwortmöglichkeiten sind: "sehr gut", "gut", "mittel", "schlecht" und "sehr schlecht" (Ratingskala).

Hier liegt eine natürliche Ordnung vor ("sehr gut" ist besser als "gut" etc.) aber die Abstände zwischen den Bewertungsstufen sind nicht aussagekräftig ("sehr gut" ist nicht um 50 % besser als "gut" oder doppelt so gut wie "mittel").

Man kann also nur jeweils sagen, dass eine Merkmalsausprägung besser oder größer ist, jedoch nicht um wieviel (das bleibt den metrischen Skalen wie der Intervallskala vorbehalten).

Allerdings wird die Unterscheidung nicht immer so streng vorgenommen: die oben genannte Ratingskala wird teils auch wie eine Intervallskala verwendet bzw. ausgewertet, z.B. in dem ein Durchschnittswert berechnet wird (wenn 10 Kunden "sehr gut" sagen und 10 Kunden "sehr schlecht", könnte man den Kundenservice als "mittel" interpretieren).

Weitere Beispiele für Ordinalskalen sind Sportplatzierungen (1., 2. und 3. Platz), die Bonitätsbewertungen von Ratingagenturen (z.B. AAA, AA+, AA, AA- etc.) oder generell alle hierarchischen Strukturen (Militär, Polizei, Kirche, Unternehmen) mit ihren Rängen bzw. Hierarchiestufen.