Polypol

Polypol Definition

Polypol bezeichnet eine Marktform, bei der viele Anbieter auf viele Nachfrager treffen.

Das Polypol stellt den "Normalfall" von Märkten da; man spricht alternativ auch von vollständiger Konkurrenz bzw. vollkommener Konkurrenz.

Alternative Begriffe: bilaterales Polypol, polypolistischer Markt, Wettbewerbsmarkt.

Polypol Beispiel

Beispiele für Polypole

Am Wohnungsmarkt treffen viele (Millionen Menschen) Anbieter (Vermieter) auf viele (Millionen Menschen) Nachfrager (Mieter).

Dasselbe gilt für den Gebrauchtwagenmarkt, der z.B. über Internetportale ("Gebrauchtwagenbörse") mit Millionen Anbietern und Nachfragern abgewickelt wird.

Aber auch wenn "nur" z.B. 20 Hersteller das Produkt Butter anbieten und Millionen Konsumenten dieses nachfragen, spricht man von einem Polypol. "Viele" ist also relativ.

Preisbildung bei einem Polypol

Bei einem Polypol ist es für die Anbieter schwierig bis unmöglich, den Preis zu beeinflussen; der Preis wird durch den Markt bestimmt.

Beispiel: Polypol Preisbildung

Ein Anbieter kann das halbe Pfund Butter nicht für 5 € verkaufen, wenn der durchschnittliche Marktpreis bei z.B. 1,50 € liegt.

Er muss sich zumindest an dem Marktpreis orientieren und kann den Preis eventuell durch Werbemaßnahmen unterstützt o.ä. geringfügig höher ansetzen.