Residualgewinn

Residualgewinn Definition

Als Residualgewinn bzw. Übergewinn bezeichnet man i.d.R. den positiven Saldo zwischen dem, was an Gewinn erzielt wurde und dem, was von Seiten der Investoren an Rendite gefordert wird.

Die geforderte Rendite entspricht den Opportunitätskosten des Kapitals: die Investoren verlangen z.B. 10 % Kapitalrendite vom Unternehmen, weil sie es eben im Unternehmen investiert haben und somit auf eine anderweitige Anlage verzichtet haben.

Beispiel Residualgewinn

Beispiel: Residualgewinn berechnen

Angenommen, ein Unternehmen erzielt eine Kapitalrendite in Höhe von 12 %. Die seitens der Investoren geforderte Rendite betrage 10 %. Das im Unternehmen investierte Kapital betrage 10 Mio. €.

Der Gewinn des Unternehmens ist somit: 12 % Kapitalrendite von 10 Mio. € eingesetztem Kapital = 1,2 Mio. €.

Berechnung des Residualgewinns

Der Residualgewinn lässt sich mit folgender Formel berechnen:

Residualgewinn = (12 % - 10 %) × 10.000.000 € = 200.000 €.

D.h., die Investoren erhalten für das investierte Kapital nicht nur die verlangte Kapitalrendite, sondern darüber hinaus auch einen Übergewinn in Höhe von 200.000 €.

Alternative Berechnung

Geht man vom Gewinn aus, berechnet sich der Residualgewinn wie folgt:

Residualgewinn = 1.200.000 € - (10 % × 10 Mio. €) = 200.000 €.

Vom Gewinn wird also die geforderte Kapitalverzinsung abgezogen.