Stichprobe

Stichprobe Definition

Eine Stichprobe ist die aus einer Grundgesamtheit "gezogene", betrachtete bzw. untersuchte Teilmenge / Auswahl von Merkmalsträgern bzw. Untersuchungseinheiten, z.B. 2.000 Wahlberechtigte aus insgesamt 60 Mio. Wahlberechtigten oder 5 Stück aus der Tagesproduktion von 1.000 Stück.

Einen Wert, den man aus der Stichprobe berechnet – z.B. die Wahlbeteiligung in der 2.000-Wahlberechtigten-Stichprobe – nennt man "Statistik" (das ist etwas verwirrend, da das ganze Fachgebiet ja so heißt), während der entsprechende Wert der Grundgesamtheit (die Wahlbeteiligung aller 60 Mio. Wahlberechtigten) Parameter genannt wird.

Stichproben sind notwendig, weil Vollerhebungen teuer (z.B. von 60 Mio. Wahlberechtigten) oder sogar unmöglich sind (z.B. Vollerhebung aller Tiere).

Die Methodik, nach der die Stichprobe gezogen wird, nennt man Auswahlverfahren oder Stichprobenverfahren.

Bei Stichproben stellt sich natürlich die Frage, inwiefern die Stichprobe geeignet (passendes Auswahlverfahren? ausreichender Stichprobenumfang?) ist, von deren Auswertungen bzw. Ergebnissen auf die Grundgesamtheit zu schließen.

Nur im Falle einer Zufallsauswahl kann mit Hilfe wahrscheinlichkeitstheoretischer Modelle und Überlegungen von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit geschlossen werden; bei einer willkürlichen Auswahl sind die Modelle nicht sinnvoll anwendbar.

Eine Stichprobe ist oft eine Momentaufnahme: zieht man z.B. eine Stichprobe der Bevölkerung, verändert sich diese Grundgesamtheit durch Geburten und Tode in der Folge permanent.

Alternative Begriffe: sample, Teilerhebung.