Systematisches und unsystematisches Risiko

Systematisches und unsystematisches Risiko Definition

Erwirbt bzw. hat man Aktien z.B. der A-AG, hat dieses Investment 2 Risikobestandteile:

  • das Investment ist eine Aktie und Aktien bzw. Aktienmärkte unterliegen einem Marktrisiko: sinkt der Aktienmarkt als Ganzes (Aktienindex fällt), weil die Konjunktur sich verschlechtert oder die Zinsen steigen o.ä., fällt i.d.R. auch der Kurs der Aktie der A-AG; das ist das sog. systematische Risiko (die A-AG selbst kann nichts dafür);
  • das Investment bezieht sich auf ein bestimmtes Unternehmen einer bestimmten Branche und die A-AG kann aus verschiedenen Gründen in Schwierigkeiten geraten: Produktentwicklungen floppen, der Vorstand trifft Fehlentscheidungen, die Branchenkonjunktur verschlechtert sich oder die Branche unterliegt einem Strukturwandel etc.; das ist das sog. unsystematische Risiko (spezifisches Risiko).

Das unsystematische Risiko lässt sich durch Diversifikation (d.h. durch die Verteilung des Anlagebetrags auf verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen) verringern und bestenfalls eliminieren. Für das unsystematische Risiko wird der Kapitalmarkttheorie zufolge auf dem Kapitalmarkt kein Preis bezahlt, da das Risiko durch ein effizientes Portfolio reduziert werden kann.

Das systematische Risiko hingegen kann nicht durch Diversifikation bzw. durch die Zusammenstellung eines optimalen Wertpapierportfolios reduziert werden. Nur für das systematische Risiko wird auf dem Kapitalmarkt ein Preis bezahlt, die sog. Risikoprämie.