Terms of Trade

Terms of Trade Definition

Angenommen, Deutschland würde nur ein Produkt exportieren (Lebkuchen für 1 Euro je Stück) und nur ein Gut vom Weltmarkt importieren (Rohöl für 1 US-Dollar je Liter) und der Wechselkurs wäre 1 US-Dollar = 1 Euro.

Dann könnte man das Tauschverhältnis – die Terms of Trade – als 1:1 beschreiben (1 Lebkuchen für 1 Liter Rohöl).

Die Terms of Trade verschlechtern sich aus Sicht Deutschlands, wenn

  • die Weltmarktpreise der exportierten Güter fallen: würden für Lebkuchen z.B. nur noch 0,50 Euro je Stück bezahlt, müsste Deutschland 2 Lebkuchen exportieren, um 1 Euro zu erhalten, diesen dann in 1 US-Dollar zu tauschen und dafür die gleiche Menge an Rohöl (1 Liter) wie bisher importieren zu können;
  • die Weltmarktpreise der importierten Güter steigen: würde der Preis für einen Liter Rohöl z.B. auf 2 US-Dollar steigen, müsste man 2 Lebkuchen zu einem Preis von 1 Euro je Stück exportieren, um einen Liter Rohöl importieren zu können;
  • der Wechselkurs der heimischen Währung sinkt: fiele der Wechselkurs z.B. auf ein Verhältnis von 0,50 US-Dollar je Euro, würde man 2 Euro für einen US-Dollar bezahlen müssen und dafür 2 Lebkuchen zu einem Preis von 1 Euro je Stück exportieren müssen.

Problematisch ist eine Verschlechterung der Terms of Trade v.a. bei Produkten, auf dessen Einfuhr ein Land angewiesen ist (Öl, Gas, Metalle etc.).

Gemessen werden die Terms of Trade aber natürlich nicht mit 2 Produkten wie in dem Beispiel, sondern über eine Verhältniszahl, die den Preisindex der Exporte durch den der Importe teilt und mal 100 multipliziert. Ist der Index in einem Basisjahr 100 und im darauffolgenden Jahr z.B. 102, haben sich die Terms of Trade verbessert (die Exporte sind im Wert gestiegen oder die Importe sind günstiger geworden).