Venture Capital

Venture Capital Definition

Venture Capital ist eine Form der Eigen- bzw. Beteiligungsfinanzierung für Unternehmen. Dabei wird üblicherweise neuen Unternehmen (start-ups) mit innovativen Geschäftsideen – die Gründer haben kein Geld, die Banken geben kein Geld – in mehreren Phasen Eigenkapital zugeführt, z.B.:

  • Seed-Phase: Forschung und Entwicklung, Prototypenbau etc.
  • Aufbauphase: Finanzierung der Produktionsanlagen, Aufbau eines Vertriebs etc.
  • Wachstumsphase: neue Märkte, neue Geschäftsbereiche und Produkte etc.

Das Venture Capital wird in Tranchen – ggf. erst nach Erreichen zuvor festgelegter Meilensteine (z.B. zertifiziertes Produkt, Patenterteilung, Produktionsbeginn) – im Rahmen von Kapitalerhöhungen zur Verfügung gestellt.

Der Venture Capital Geber (z.B. ein Fonds oder ein sogenannter Corporate Venture-Ableger von großen Konzernen) geht dann nach einigen Jahren aus dem Unternehmen heraus (sog. Exit), z.B. über einen Börsengang (initial public offering, kurz: IPO) oder einen Verkauf der Anteile an ein Industrieunternehmen (trade sale).

Viele innovative Unternehmen (Suchmaschinenbetreiber, Soziale Netzwerke, Biotechnologieunternehmen) wurden in der Anfangsphase mit Venture Capital finanziert.

Auch wenn Venture Capital v.a. der start-up Finanzierung dient, wird es teilweise auch eingesetzt, um sich an bereits etablierten Unternehmen (z.B. Modehersteller) zu beteiligen und deren weiteres Wachstum zu finanzieren.

Viele Venture Capital-Firmen haben sich auf Branchen / Technologien (z.B. Internet, Pharma/Biotechnologie, Medizintechnik etc.), Regionen oder Finanzierungsphasen spezialisiert und bringen neben dem Geld auch Expertise und Kontakte bzw. Netzwerke ein.

Alternative Begriffe: Risikokapital, VC-Finanzierung, Wagniskapital.