Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Definition

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bei Kapitalgesellschaften separat unter den Verbindlichkeiten auszuweisen (Bilanzposten § 266 Abs. 3 C. 2. HGB). Der Begriff Kreditinstitut umfasst neben den Banken auch z.B. Sparkassen.

Der Bilanzposten enthält Bankdarlehen oder Kontokorrentkredite. Ein Konto, das "kippt" – z.B. ein üblicherweise positives Geschäftskonto, das zum Bilanzstichtag einen negativen Saldo aus Überziehung aufweist – wird hierunter ausgewiesen.

Üblicherweise haben Unternehmen mehrere Bankverbindungen. Der jeweilige (negative) Saldo zum Bilanzstichtag ergibt sich aus den Kontoauszügen bzw. Darlehensverträgen.

Eine Saldierung – z.B. Guthaben bei Bank 1 mit negativem Saldo bei Bank 2 – ist aufgrund des Saldierungsverbots nicht zulässig. Positive Banksalden werden auf der Aktivseite unter dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ausgewiesen.

Sind Teilbeträge der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gesichert (z.B. durch Grundschuld oder Sicherungsübereignung), ist dies bei Kapitalgesellschaften nach § 285 Nr. 1 b) i.V.m. Nr. 2 HGB anzugeben (üblicherweise im Verbindlichkeitenspiegel, in dem auch die Restlaufzeiten angegeben werden).

Alternative Begriffe: Bankschulden, Bankverbindlichkeiten.

Disagio

Bzgl. der Behandlung eines Disagio – Aktivierung oder sofortige aufwandswirksame Verbuchung – vgl. Disagio.