Vermögensgegenstand

Vermögensgegenstand Definition

Das HGB verwendet die Begriffe Vermögensgegenstand bzw. Vermögensgegenstände an vielen Stellen (z.B. § 246 Abs. 1 Satz 1 HGB; § 252 Abs. 1 Satz 1 HGB; § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB).

Ein Vermögensgegenstand ist selbständig verkehrsfähig (d.h. er kann einzeln verkauft werden) und selbständig bewertbar.

Einen besonderen Fall stellt der Geschäfts- oder Firmenwert dar: dieser ist eigentlich kein Vermögensgegenstand, wird aber durch das HGB als solcher fingiert.

Das Vollständigkeitsgebot verlangt, dass alle Vermögensgegenstände in der Bilanz angesetzt werden (Aktivierungspflicht), soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Immobilien, Maschinen, PKW, Lebensmittelvorräte, Kundenforderungen, Geld auf der Bank etc. sind alles Vermögensgegenstände und werden auf der Aktivseite der Bilanz als sogenannte Aktivposten angesetzt (diesen Ansatz von Vermögensgegenständen in der Bilanz nennt man auch Aktivierung, z.B. "eine Maschine aktivieren").

Neben den genannten materiellen Vermögensgegenständen gibt es auch immaterielle Vermögensgegenstände, z.B. Patente, Lizenzen oder Software.

Ausgaben für Miete, Schulungen oder Werbekampagnen hingegen führen nicht zu Vermögensgegenständen (also keine Aktivierung), sondern sind Aufwand. Es fehlt die Bilanzierungsfähigkeit.

Alternative Begriffe: asset / assets (englisch), Vermögenswert / Vermögenswerte, Wirtschaftsgut / Wirtschaftsgüter (Steuerrecht).