Vollkonsolidierung

Vollkonsolidierung Definition

Die Vollkonsolidierung wird bei in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen (v.a. Unternehmen, bei denen die Muttergesellschaft die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat, also üblicherweise bei Mehrheit der Stimmrechte bzw. Kapitalanteile) angewandt.

Vollkonsolidierung bedeutet, dass das Vermögen, die Schulden, die Erträge und Aufwendungen der Tochterunternehmen vollständig (zu 100 %) in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Konkret: Hat die Tochtergesellschaft einen PKW im Anlagevermögen, ist dieser PKW in der Konzernbilanz mit seinem gesamten Wert wieder zu finden. Ebenso sind die Darlehen des Tochterunternehmens in der Konzernbilanz zu finden und ebenso gehen die Umsätze des Tochterunternehmens in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein (ggfs. werden jedoch Posten im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen herauskonsolidiert).

Dieser vollständige, 100%ige Einbezug ist unabhängig davon, ob die Konzernmutter 60 %, 70 % oder 100 % der Anteile an der Tochtergesellschaft hält. Die Berücksichtigung, dass bei einer Beteiligung des Mutterunternehmens an der Tochtergesellschaft von z.B. nur 70 % ein Teil des Vermögens, der Schulden etc. (die anderen 30 %) anderen Gesellschaftern zuzurechnen ist, erfolgt durch sog. Minderheitenanteile im Konzernabschluss.