Vorratsquote / Vorratsintensität

Vorratsquote Definition

Die Vorratsquote bzw. Vorratsintensität bezeichnet das Verhältnis des Buchwerts der Vorräte zum Gesamtvermögen (der Bilanzsumme).

Die Vorratsquote ist u.a. ein Maßstab für die Kapitalbindung durch die Lagerhaltung.

Alternative Begriffe: Lagerintensität.

Formel für Vorratsquote

Die Formel für die Vorratsquote lautet:

Vorratsquote = Vorräte / Gesamtvermögen.

Interpretation der Vorratsquote

Die Vorratsquote spiegelt einen Teil der Betrachtung der Umlaufintensität wider. Deshalb sei zum einen auf die dortige Erläuterung verwiesen.

Eine hohe / gestiegene Vorratsintensität kann verschiedene Ursachen und Bedeutungen haben:

  • Lagerhaltungskosten;
  • Abverkaufsrisiko (hohe Lagerreichweiten);
  • rückläufige Umsätze führen zum Lageraufbau;
  • das Unternehmen rechnet mit höheren Verkäufen und bereitet sich darauf vor;
  • das Unternehmen legt Vorräte an, um sich gegen erwartete Engpässe oder Preissteigerungen (z.B. bei Rohstoffen) zu wappnen.

Es gibt also positive und negative Interpretationen; insofern sollte man den Ursachen nachgehen.

Beispiel zur Berechnung der Vorratsquote

Beispiel: Vorratsquote berechnen

Der Buchwert der Vorräte zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2011 betrage 200.000 Euro, das Gesamtvermögen bzw. die Bilanzsumme sei 1 Mio. Euro.

Die Vorratsquote beträgt somit 20 % (200.000 Euro / 1.000.000 Euro).