Vorzugsaktie

Vorzugsaktie Definition

Vorzugsaktien haben in der Regel kein Stimmrecht (§ 12 Abs. 1 Satz 2 AktG, § 139 AktG), dafür aber einen bevorrechtigten Dividendenanspruch. Dieser kann z.B. darin bestehen, dass die Eigentümer der Vorzugsaktien – die Vorzugsaktionäre – eine höhere Dividende erhalten.

Gründe für die Ausgabe von Vorzugsaktien liegen z.B. darin, dass die Mehrheitsverhältnisse trotz Eigenkapitalerhöhung gewahrt werden können, da keine neuen Stimmrechte ausgegeben werden.

Vorzugsaktien ohne Stimmrecht dürfen nach § 139 Abs. 2 AktG nur bis zu Hälfte des Grundkapitals ausgegeben werden (beträgt das Grundkapital z.B. 50.000 €, können nur Vorzugsaktien für maximal 25.000 € des Grundkapitals ausgegeben werden, also z.B. 25.000 Vorzugsaktien mit einem Nennwert von 1 €).

Das Gegenstück zur Vorzugsaktie ist die Stammaktie.

Alternative Begriffe: Aktien ohne Stimmrecht.