Zahlungsunfähigkeit

Zahlungsunfähigkeit Definition

Die Zahlungsunfähigkeit ist – neben der Überschuldung – einer der Gründe für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (§ 17 Abs. 1 InsO).

Nach § 17 Abs. 2 InsO liegt eine Zahlungsunfähigkeit dann vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten (z.B. fällige Mieten, Gehälter, offene Rechnungen) zu erfüllen.

Beispiel Zahlungsunfähigkeit

Ein Unternehmen ist nicht in der Lage, zum Fälligkeitsdatum am 15. August 2012 eine offene Rechnung eines Lieferanten in Höhe von 100.000 € zu begleichen.

Kann mit dem Lieferanten eine Stundung um z.B. einen Monat vereinbart werden, ist die Rechnung zum 15. August nicht mehr fällig und fällt somit aus den fälligen Zahlungspflichten heraus.

Zahlungsunfähigkeit ist nach § 17 Abs. 2 Satz 2 InsO in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.

Die Zahlungsfähigkeit kann vom Unternehmen mittels einer Liquiditätsplanung bzw. Finanzplanung überwacht werden, um auftretende Liquiditätsengpässe rechtzeitig erkennen und daraus Maßnahmen (z.B. Kreditaufnahme, Kosteneinsparungen, Stundungen) ableiten zu können.

Alternative Begriffe: Illiquidität.