Zero-Base-Budgeting

Zero-Base-Budgeting Definition

Das Zero-Base-Budgeting (kurz: ZBB) ist eine radikale Form der Budgetierung. Während Unternehmen üblicherweise bei der jährlichen Budgetierung von Bestehendem bzw. von Vergangenheitsdaten ausgehen (Abteilungstätigkeiten wie bisher, bestehende Anzahl der Abteilungsmitarbeiter, 2 % Lohnerhöhung, Materialkosten steigen mit der Inflationsrate ...), stellt das Zero-Base-Budgeting alles auf den Prüfstand und geht von der Frage aus: wenn man alles neu planen würde, ohne auf bestehende Unternehmensstrukturen Rücksicht zu nehmen ("Zero Base": von Null auf), wie würden die Unternehmenstätigkeiten, die Organisation und die Kostenstrukturen dann aussehen?

Die Abteilungsleiter bzw. Kostenstellenverantwortlichen müssen ihre Tätigkeiten und ihre Budgets komplett neu begründen.

Das Zero-Base-Budgeting wird i.d.R. nicht für die jährliche Budgetierung genutzt – sie ist aufwändig und sorgt für viel Wirbel im Unternehmen –, sondern eher als ein Ansatz, die Aktivitäten und die Kostenstrukturen (und hier v.a. die Gemeinkosten) von Zeit zu Zeit zu überdenken und an neue Marktgegebenheiten, Technologien, "Best Practice"-Methoden etc. anzupassen.

Der Einsatz des ZBB wird auch mitunter auf einzelne Bereiche oder Segmente des Unternehmens beschränkt.

Alternative Begriffe: Zero-Based-Budgeting.