Zusatzkosten

Zusatzkosten Definition

Als Zusatzkosten bezeichnet man Kosten, denen kein Aufwand (d.h. keine gewinnmindernde Buchung in der Gewinn- und Verlustrechnung) gegenübersteht.

Zusatzkosten stellen einen Teil der kalkulatorischen Kosten dar.

Einordnung der Zusatzkosten in der Übersicht:

  • Kosten:
    • Grundkosten
    • Kalkulatorische Kosten:
      • Anderskosten
      • Zusatzkosten

Beispiele für Zusatzkosten

Ein für Kostenrechnungszwecke oftmals angesetzter kalkulatorischer Unternehmerlohn darf in der handelsrechtlichen und steuerlichen Rechnungslegung nicht als Aufwand verbucht werden, da es sich lediglich um eine kalkulatorische Größe handelt, die keine Verminderung des Nettovermögens (Definition Aufwand) beinhaltet.

Dies gilt analog auch für kalkulatorische Mieten oder kalkulatorische Zinsen (vgl. Kalkulatorische Kosten).

Zusatzkosten Beispiel

Ein Unternehmen nutzt als Bürogebäude eine im Unternehmenseigentum befindliche Immobilie, die bereits 1960 angeschafft wurde und mittlerweile vollständig abgeschrieben ist.

D.h., in der handelsrechtlichen und steuerlichen Gewinnermittlung werden für die Nutzung der Immobilie keine Aufwendungen (weder Mietaufwand noch Abschreibungen) verrechnet.

Für Kostenrechnungszwecke setzt das Unternehmen jedoch eine kalkulatorische Miete in Höhe einer Vergleichsmiete von z.B. 100.000 Euro monatlich an.

Es handelt sich um Zusatzkosten, da diesen kein Aufwand gegenübersteht.

Abgrenzung der Zusatzkosten

Zusatzkosten bilden zusammen mit den Anderskosten (z.B. kalkulatorische Abschreibungen) die kalkulatorischen Kosten ab.