Delisting

Delisting Definition

Delisting (Börsenabgang) ist der Rückzug eines Unternehmens von der Börse (und damit das Gegenteil eines Börsenganges bzw. IPO).

Gründe für eine Delisting können vielfältig sein:

  • Das Unternehmen benötigt kein weiteres Eigenkapital (über Kapitalerhöhungen);
  • Eine Börsennotierung kostet Zeit, Geld und Offenheit: Quartalsberichte, Ad-hoc-Mitteilungen, Hauptversammlung;
  • Das Unternehmen möchte sich dem Druck des Kapitalmarkts (Analysten, Anlegervereinigungen) entziehen;
  • Ein Konzern beabsichtigt, möglichst alle Aktien eines Zielunternehmens aufzukaufen und das Unternehmen nach dem Rückzug von der Börse in den Konzern zu integrieren.

Für die bisherigen Aktionäre ist das Delisting insofern ein Problem, als die jederzeitige und einfache Handelbarkeit der Aktie über die Börse wegfällt – das wirkt sich negativ auf den Aktienkurs aus. Anleger werden deshalb bei einem Delisting durch verpflichtende Abfindungsangebote – zumindest in einem gewissen Rahmen – geschützt.