Gegenstromverfahren

Gegenstromverfahren Definition

Das Gegenstromverfahren ist eine Planungsmethode für Unternehmen, v.a. für die jährliche Budgetierung.

Das Gegenstromverfahren kombiniert die Top-Down- und die Bottom-Up-Planung.

Zunächst gibt die Geschäfts- oder Bereichsleitung ("Top") vorläufige Ziele und die grobe Unternehmensstrategie an die hierarchisch untergeordneten Stellen ("Down") vor; diese arbeiten anschließend die Ziele im Detail aus, prüfen sie auf Umsetzbarkeit und Plausibilität, unterlegen die Ziele und Strategien mit Maßnahmen, machen ggfs. Änderungsvorschläge und geben sie wieder an die Geschäfts- oder Bereichsleitung zurück ("Bottom-Up"); diese zementiert dann die Planung endgültig.

Durch die Top-Down-Planung und das spätere Zusammenführen der Teilpläne bleiben der Gesamtzusammenhang und Überblick erhalten.

Durch die Bottom-Up-Planung sollen zum einen das Know-How und die Erfahrung der "nahe am echten Leben" stehenden Abteilungen genutzt werden (dadurch realistischere Planungen) und auch deren Kreativität; zum anderen sollen die Ziele und Planvorgaben besser akzeptiert werden (man hat ja selbst daran mitgewirkt).

Das Gegenstromverfahren ist natürlich aufwendig (zeitaufwendige Abstimmung) und nicht schnell (in Entscheidungssituationen).