Laissez-faire-Führungsstil

Laissez-faire-Führungsstil Definition

Der Laissez-faire-Führungsstil gibt den Mitarbeitern große Freiheit, selbständig zu arbeiten und Entscheidungen zu treffen.

Französisch Laissez faire heißt wörtlich soviel wie "machen lassen"; die Führungskraft lässt die Mitarbeiter eigenverantwortlich machen, vertraut ihnen, kontrolliert wenig bis gar nicht.

Ein etwas überzeichnetes Beispiel: der Bundestrainer lädt ins Trainingslager ein und sagt zur Mannschaft: In drei Wochen beginnt die Weltmeisterschaft, bereitet euch entsprechend vor.

Die Spieler könnten dann eigenständig Trainingseinheiten planen, Testspiele organisieren, Fitnesstrainer engagieren usw.

Das setzt ein positives Bild voraus, das die Führungskraft von ihren Mitarbeitern hat: diese müssten motiviert, engagiert, gut selbst organisiert, kreativ, vertrauenswürdig und hoch qualifiziert sein.

Das klingt zunächst nach vielen Vorteilen für die Mitarbeiter und – wenn diese die Freiheit gut nutzen – auch für das Unternehmen oder das Projekt.

Der Laissez-faire-Führungsstil kann aber auch Nachteile haben: die mangelnde Rückmeldung durch die Führungskraft in Form von Lob, konstruktiver Kritik oder auch Verbesserungsvorschlägen kann demotivieren ("Meine Arbeit interessiert keinen ..."); Ziele können aus den Augen verloren, wichtige Projekttermine verpasst werden; es fehlt ggf. an Ordnung und Koordination innerhalb des Teams / der Abteilung und an der Disziplin einzelner; es kommt eventuell zu Streit untereinander, da es an klarer Führung fehlt.

Das Gegenstück ist der autoritäre Führungsstil.

Der Laissez-faire-Führungsstil ist – wie der autoritäre Führungsstil – ein Extremum. Er wird deshalb wenn überhaupt nicht unbedingt in Reinform eingesetzt und passt auch nicht für alle Bereiche (sicher nicht bei Streitkräften oder im Sicherheitsdienst; in einem Softwareteam oder einer Werbeagentur schon eher).