Repräsentative Stichprobe

Repräsentative Stichprobe Definition

Eine repräsentative Stichprobe liegt dann vor, wenn sie bzgl. der statistischen Merkmalsausprägungen die Grundgesamtheit widerspiegelt.

Beispiel

Ist bei einer Umfrage – z. B. "Wie oft pro Woche trinken die Bürger Alkohol?" – (vermutlich) das Geschlecht von Bedeutung und ist in der Bevölkerung / Grundgesamtheit der Frauenanteil 55 %, sollten auch in eine Stichprobe vom Umfang 1.000 dann 550 Frauen einbezogen werden.

Das gilt analog für andere Kriterien wie Schulabschluss, Einkommenshöhe, das Alter (bzw. Altersklassen) etc., falls der Stichprobenerheber davon ausgeht, dass diese die Merkmalsausprägungen (hier: Häufigkeit des Alkoholkonsums) beeinflussen.

Die repräsentative Stichprobe ist kein Auswahlverfahren wie die anderen, sondern kann mit diesen ggfs. erreicht werden; z. B. kann eine geschichtete Zufallsstichprobe zu einer repräsentativen Stichprobe führen.

Fazit: repräsentativ bedeutet, dass die Stichprobe von – sagen wir mal – 1.000 Befragten die Grundgesamt in den für eine Frage relevanten Eigenschaften widerspiegelt und die Ergebnisse deshalb auf die Grundgesamtheit von Millionen Menschen übertragbar sind. Nicht immer kennt man aber alle relevanten Eigenschaften bzw. Einflussfaktoren (zudem können sich diese über die Jahre ändern), deshalb ist Repräsentativität auch immer eine Behauptung, die kritisch hinterfragt werden kann. Wie gut eine repräsentative Stichprobe wirklich war, kann oft im Nachhinein festgestellt werden (z. B. bei Wahlprognosen nach der Wahl oder mit den tatsächlichen Verkaufszahlen nach einer Marktforschung).

Alternative Begriffe: repräsentative Auswahl, repräsentative Umfrage.