Staatsquote

Staatsquote Definition

Die Staatsquote ist der prozentuale Anteil der Ausgaben des Staates (Bund, Länder und Gemeinden sowie Sozialversicherung; ohne öffentliche Unternehmen), im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt und ist ein Indikator für den Umfang und die wirtschaftliche Bedeutung der Staatstätigkeit.

Zu den Staatsausgaben zählen

  • Personalausgaben (Beamte), Sachausgaben (Polizeiuniformen, Schulkreide),
  • Investitionen (in Schulen, Universitäten, Brücken),
  • Sozialleistungen und Subventionen; diese werden im Gegensatz zu den anderen Ausgaben durch die Empfänger (Menschen und Unternehmen) "nochmals ausgegeben".

Die Staatsquote wird i.d.R. auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), alternativ auf Basis der Finanzstatistik ermittelt.

Die Staatsquote ist in den meisten europäischen Ländern hoch (in Deutschland z.B. auf VGR-Basis regelmäßig um die 45 %). Das bedeutet, das der Staatshaushalt große direkte Bedeutung für die Wirtschaft und Konjunktur hat. Die Staatsquote in den USA ist gewollt geringer (weniger staats-, mehr wirtschaftsorientiert), in vielen anderen (Entwicklungs- oder Schwellen-)Ländern ist eine niedrige Staatsquote auch Ausdruck eines (finanz)schwachen oder noch nicht ausgebauten Staates.