Cash-Pooling

Cash-Pooling Definition

Cash-Pooling ist das i.d.R. tägliche Zusammenführen von Bankkonten und wird v.a. von Konzernen eingesetzt, um Finanzierungskosten zu minimieren bzw. Zinserträge zu optimieren.

Cash-Pooling Beispiel

Ein Konzern besteht aus 3 Gesellschaften. Die Banksalden der 3 Gesellschaften ändern sich täglich durch Ein- und Auszahlungen. Dabei kann es ein, dass z.B. das Kontokorrentkonto einer Gesellschaft ins negative rutscht (z.B. - 1 Mio. €), während die beiden anderen Gesellschaften Bankguthaben (z.B. jeweils 800.000 €) aufweisen.

In dem Fall wären für das überzogene Konto relativ hohe Zinsen zu zahlen während die beiden anderen Gesellschaften üblicherweise nur geringe Guthabenzinsen erhalten. Im Rahmen eines Cash-Pooling vereinbaren die 3 Konzerngesellschaften, ihre Banksalden täglich bei einer Bank zusammenzuführen. Da der Gesamtsaldo positiv ist (2 mal 800.000 € abzgl. 1.000.000 € = 600.000 €), entfallen die teuren Überziehungszinsen für die eine Gesellschaft und der Konzern spart in Summe Zinsaufwendungen.

Die Bank übernimmt üblicherweise als Dienstleister die Berechnung der jeweiligen Zinserträge und -aufwendungen (die beiden Konzerngesellschaften, die ihre Guthaben zur Verfügung stellen, erhalten Zinsen von der Gesellschaft mit dem negativen Banksaldo; die Höhe der Zinsen und weitere Konditionen werden im Cash-Pooling-Vertrag festgehalten).