Leitungsspanne

Leitungsspanne Definition

Die Leitungsspanne (auch: Führungsspanne oder horizontale Kontrollspanne) bezeichnet die Zahl an Mitarbeitern, die einem Vorgesetzten unterstellt sind.

Die Leitungsspanne sollte nur so groß sein, dass der Vorgesetzte die Mitarbeiter noch entsprechend führen, koordinieren und "überwachen" (i.S.v. die Arbeitsergebnisse kontrollieren) kann.

Beispiel

Der Leiter Rechnungswesen hat 2 Debitorenbuchhalter, 2 Kreditorenbuchhalter, einen Anlagenbuchhalter und einen Bilanzbuchhalter in seiner Abteilung. Die Leitungsspanne ist in dem Fall 6.

Die Leitungsspanne kann von Unternehmen zu Unternehmen und von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich sein. Je einfacher, homogener bzw. standardisierter die Aufgaben der Mitarbeiter sind, je besser sie qualifiziert und je selbständiger sie sind (bzw. sein dürfen, eine Frage der Unternehmenskultur), desto größer kann die Kontrollspanne sein.

Und umgekehrt: je komplexer, "einmaliger" (z.B. jeweils neue Auftrags-/Projektkalkulation für Spezialanfertigungen im Maschinenbau), fehleranfälliger und risikoreicher (z.B. Kalkulation der Prämien für die Versicherung von Großveranstaltungen in einer Versicherung) die Aufgaben sind, je mehr informiert, kommuniziert und abgestimmt werden muss, desto kleiner wird die Leitungsspanne sein.