Merkmal

Statistische Merkmale

Ein Merkmal in der Statistik ist die Eigenschaft eines Untersuchungsobjekts, für die man sich interessiert bzw. die man analysieren möchte, z.B. die Körpergröße einer Person oder die Rechtsform eines Unternehmens.

Die Merkmalsausprägung ist dann der festgestellte Befund des Merkmals z.B. 1,70 m bei der Körpergröße oder GmbH bei der Rechtsform.

Bei der Rechtsform handelt es sich um ein sog. diskretes Merkmal, das endlich viele Merkmalsausprägungen besitzt (AG, GmbH, OHG, KG, GmbH & Co. KG, ...). Auch die Anzahl der Produkte eines Unternehmens ist diskret (wenn auch vielleicht sehr groß): das Unternehmen hat 1, 2, 3 oder mehr Produkte im Sortiment. Zwischen den einzelnen Merkmalsausprägungen diskreter Merkmale gibt es keine Zwischenstufen (es gibt 2 Produkte oder 3 Produkte, aber nicht 2,5 Produkte).

Hat ein diskretes Merkmal nur 2 mögliche Ausprägungen (z.B. weiblich oder männlich, defekt oder nicht defekt), nennt man es dichotomes Merkmal oder binäres Merkmal. Bei mehr Ausprägungen (wie für das Merkmal Rechtsform) spricht man von polytomen Merkmalen.

Die Körpergröße hingegen ist ein stetiges Merkmal, das beliebig viele Ausprägungen annehmen kann bzw. für das es jeweils Zwischenstufen gibt (zumindest dann, wenn man sehr genau mit vielen Nachkommastellen misst).

Merkmalsträger sind die Untersuchungsobjekte, für die man die Merkmalsausprägung erfasst, z.B. die Schüler einer Klasse für das Merkmal Körpergröße oder die Unternehmen eines Landes für das Merkmal Rechtsform.

Je nachdem, ob man ein Merkmal, zwei Merkmale oder mehr Merkmale erfasst und betrachtet, nennt man dies univariat, bivariat und multivariat — und davon hängen die möglichen statistischen Analysen ab (z.B. kann man bei zwei Merkmalen einen möglichen Zusammenhang untersuchen).

Alternative Begriffe: Messgröße, Variable.