Wohlfahrt

Wohlfahrt Definition

Der Begriff Wohlfahrt hat in der VWL eine andere Bedeutung als umgangssprachlich z.B. in "Wohlfahrtsstaat".

Als Wohlfahrt im Sinne der Mikroökonomie wird die Summe aus Konsumentenrente und Produzentenrente – die Gesamtrente – bezeichnet.

Beispiel

Bezogen auf das Beispiel zum Marktgleichgewicht war die Konsumentenrente 12,5 und die Produzentenrente ebenfalls 12,5.

Daraus ergibt sich eine Gesamtwohlfahrt von 25.

Die Gesamtwohlfahrt ist in der Grafik die gesamte eingefärbte Fläche:

Wohlfahrt

Wirtschaftspolitische Maßnahmen bzw. Eingriffe in den Markt wie z.B. gesetzliche Mindestpreise oder Höchstpreise oder auch Steuern auf Güter (die die Preise erhöhen) führen zu einem Abweichen vom (ursprünglichen) Marktgleichgewicht; das gilt analog für Situationen, in denen der Wettbewerbsmarkt ausgehebelt ist, z.B. im Falle eines Monopols.

In diesen Fällen kann man analysieren, inwiefern die Gesamtwohlfahrt (bzw. deren Bestandteile Konsumenten- und Produzentenrente) beeinträchtigt werden, man spricht von einem Wohlfahrtsverlust. So verringert sich z.B. die Konsumentenrente, wenn der Gleichgewichtspreis steigt und die Gleichgewichtsmenge fällt.

Dabei muss man aber auch den Wohlfahrtszuwachs z.B. durch die Steuer(einnahmen) mit in die Betrachtung einbeziehen.