Zinsformel

Zinsformel Definition

Die Zinsformel dient in ihrer Ursprungsform dazu, Zinsen für ein bestimmtes Kapital, einen bestimmten Zinssatz und eine vorgegebene Zeit zu berechnen.

Durch Umstellen der Zinsformel können auch andere gesuchte Werte (z.B. das benötigte Kapital) berechnet werden.

In der Regel geht man von nachschüssiger Verzinsung aus: die Zinsen werden am Ende der Zinsperiode fällig. In seltenen Fällen wird auch mit vorschüssiger Verzinsung (Zinsen zu Anfang der Zinsperiode fällig) gerechnet.

Alternative Begriffe: einfache Verzinsung, einfache Zinsrechnung, lineare Verzinsung, Zinsrechnen, Zinsrechnung.

Zinsformeln für Jahreszinsen / Tageszinsen

Die Zinsformel kann in Abhängigkeit der Genauigkeit, mit die Zinsen berechnet werden sollen:

Tageszinsen berechnen (Tageszinsformel)

Sollen die Zinsen tagesgenau berechnet werden, ist folgende Formel geeignet:

Zins = Kapital × Zinssatz × (Anzahl Tage/365 Tage).

Jahreszinsen berechnen (Jahreszinsformel)

Sollen die Zinsen lediglich für ganze Jahre berechnet werden, ist die Jahreszinsformel geeignet:

Zins = Kapital × Zinssatz × Anzahl der Jahre.

Dabei wird unterstellt, dass die Zinsen jährlich ausbezahlt werden und kein Zinseszinseffekt durch Stehenlassen der Zinsen auf dem Konto entsteht.

Beispiel: Zinsen berechnen

Beispiel: Zinsen mit Zinsformel berechnen

Tageszinsen berechnen

Ein Anleger legt am 1. Januar 2012 für 90 Tage 100.000 € in Festgeld an, der Jahreszinssatz beträgt 4 %.

Der Anleger erhält somit Zinsen in Höhe von:

Zinsen = 100.000 € × 4 % × (90 Tage/365 Tage) = 986,30 €.

Jahreszinsen berechnen

Ein Anleger legt am 1. Januar 2012 für 3 Jahre 100.000 € in Festgeld an, die jährliche Verzinsung beträgt 4 %.

Der Anleger erhält somit Zinsen in Höhe von:

Zinsen = 100.000 € × 4 % × 3 = 12.000 €.

Kontext: