Investitionsfunktion

Investitionsfunktion Definition

Eine Investitionsfunktion beschreibt, wie sich Investitionen einer Volkswirtschaft in Abhängigkeit von einem Parameter entwickeln; Parameter können je nach Modell z. B. der nominale oder reale Zinssatz, die Sparquote oder die Nachfrage sein.

So gehen etwa bei höheren Zinsen die Investitionen zurück (da die Investitionen die höheren Zinsen erwirtschaften müssen; oder anders: die reine Geldanlage wird gegenüber Realinvestitionen attraktiver); in welchem Ausmaß, versucht die Investitionsfunktion mathematisch und grafisch abzubilden.

Beispiel

Beispiel: Investitionsfunktion

Eine Volkswirtschaft hat aus Daten der Vergangenheit folgende (lineare) Investitionsfunktion entwickelt:

I(i) = 100 - 100 × i

Dabei sind I(i) die Investitionen in Mrd. € in Abhängigkeit vom realen Zinssatz i; dieser reale Zinssatz berücksichtigt im Gegensatz zum nominalen Zinssatz die Inflation und wird hier dezimal ausgedrückt, also 5 % = 0,05.

Mit ein paar Werten:

I (0 %) = 100 - 100 × 0,0 = 100.

Bei einem realen Zinssatz von 0 % werden somit 100 Mrd. € investiert.

I (5 %) = 100 - 100 × 0,05 = 100 - 5 = 95.

Bei einem realen Zinssatz von 5 % werden 95 Mrd. € investiert.

I (10 %) = 100 - 100 × 0,1 = 100 - 10 = 90.

Bei einem realen Zinssatz von 10 % werden 90 Mrd. € investiert.

Interpretation

Je höher der reale Zins, desto niedriger die Investitionen: das ist plausibel; der Zusammenhang wird allerdings selten so linear sein.