Stückaktie

Stückaktie Definition

Stückaktien sind – im Gegensatz zu Nennwertaktien – nennwertlos. Sie verbriefen eine anteilige Beteiligung an der Aktiengesellschaft.

Beispiel

Hat ein Unternehmen 1 Mio. Stückaktien ausgegeben und hält man selbst 200.000 Stückaktien, gehören einem 20 % des Unternehmens.

Da durch die Aktien das Grundkapital der Aktiengesellschaft (das mindestens 50.000 € betragen muss) abgebildet wird, haben die Stückaktien einen rechnerischen Nennwert. Dieser auf die einzelne Stückaktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals muss mindestens 1 Euro betragen (§ 8 Abs. 3 Satz 3 AktG).

Gibt ein Unternehmen Stückaktien aus, kann es daneben keine Nennwertaktien haben. Das Unternehmen muss sich für eine der beiden Aktiengattungen entscheiden (§ 8 Abs. 1 AktG).

Alternative Begriffe: nennwertlose Aktie, nennwertlose Stückaktie, Quotenaktie.

Beispiel Stückaktie

Beispiel: Bilanzierung und Ausweis von Stückaktien

Eine Aktiengesellschaft hat 10.000.000 Stammstückaktien (d.h. mit Stimmrecht) sowie 10.000.000 Vorzugsstückaktien zu einem rechnerischen Nennwert von jeweils 3 Euro ausgegeben.

Das in der Bilanz der AG als Gezeichnetes Kapital ausgewiesene Grundkapital beträgt somit 60.000.000 Euro.

Die entsprechenden Angaben – die Zahl und bei Nennbetragsaktien der Nennbetrag der Aktien jeder Gattung – werden in der Bilanz oder (in der Praxis üblich) im Anhang gemacht (§ 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG).