Staatsschuldenquote

Staatsschuldenquote Definition

Die Staatsschuldenquote setzt die Schulden eines Staates in Relation zum (nominalen) Bruttoinlandsprodukt (BIP), daraus ergibt sich ein Prozentsatz.

Beispiel

Sind die Staatsschulden zu einem Stichtag 80 Mrd. € und beträgt das BIP 200 Mrd. €, ist die Staatsschuldenquote 80 Mrd. € / 200 Mrd. € = 0,40 = 40 %.

Die Staatsschuldenquote wird international als Kennzahl verwendet, um einzuschätzen, inwiefern ein Land seine Schulden tragen bzw. bedienen kann. Dafür ist die absolute Schuldenhöhe (z.B. 100 Mrd. Euro) nicht so wichtig, sondern das Verhältnis zur Wirtschaftskraft des Landes (die über das BIP gemessen wird).

Analogie zu privaten Schulden

100.000 € Schulden können viel sein (wenn jemand 1.000 € monatlich verdient) oder auch wenig (wenn jemand 10.000 € monatlich verdient), entscheidend ist die Relation zur "Wirtschaftskraft".

Das BIP fließt dem Staat zwar nicht direkt zu, aber er kann über Steuern Geld abschöpfen und höhere Bruttoinlandsprodukte führen i.d.R. zu höheren Steuereinnahmen.

Für die Euro-Staaten ist eine maximale Staatsschuldenquote von 60 % als einzuhaltendes Ziel vorgegeben, diese wird allerdings regelmäßig von einigen Ländern überschritten.

Alternative Begriffe: Schuldenquote.