Strukturwandel

Strukturwandel Definition

Strukturwandel bezeichnet eine bleibende, tiefgreifende Änderung der Struktur einer Volkswirtschaft oder auch nur einer Branche.

Beispiele für Strukturwandel:

  • durch die Mechanisierung und Industrialisierung haben sich im 19. Jahrhundert aus Agrargesellschaften Industriegesellschaften entwickelt, die nur noch wenige Bauern, aber viele Industriearbeiter benötigten; im 20. Jahrhundert sind dann durch Automatisierung, Roboter etc. wieder viele Industriearbeitsplätze weggefallen; heutzutage arbeitet der Großteil der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor, dessen Anteil am Bruttoinlandsprodukt entsprechend zugenommen hat; diese Verschiebungen zwischen den Wirtschaftssektoren werden als sektoraler Strukturwandel bezeichnet;
  • Regionen, die lange für bestimmte Industrien standen (Ruhrgebiet für Kohle und Stahl; Detroit in den USA für Autos), müssen sich umorientieren, da die wirtschaftliche Grundlage entfallen ist (regionaler Strukturwandel).

Strukturwandel hat für die davon Betroffenen i.d.R. negative Auswirkungen: Umsätze, Gewinne und Arbeitsplätze brechen dauerhaft weg; dafür entstehen neue Unternehmen, Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze in anderen Bereichen.

Der Strukturwandel kann z.B. ausgelöst werden durch neue Technologien (Dampfmaschine, Roboter, Computer, Elektroautos), eine veränderte Nachfrage (Öl, Gas, Solar und Wind statt Kohle) oder veränderte Kostenstrukturen (Länder, die z.B. Textilien günstiger herstellen).