Werkstattfertigung

Werkstattfertigung Definition

Bei der Werkstattfertigung als Organisationstyp der Fertigung werden die Arbeitsplätze und Maschinen nach den Tätigkeiten (Verrichtungsprinzip) in Werkstätten zusammengefasst, z.B. Zuschnitt, Bohrerei, Lackiererei etc.

Die Produkte bzw. Fertigungsaufträge gehen nacheinander in die Werkstätten, die für die Herstellung jeweils benötigt werden.

Dadurch ist die Werkstattfertigung sehr flexibel, vorausgesetzt, es werden anpassungsfähige, umrüstbare Universalmaschinen und qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt; sie wird v.a. von Unternehmen genutzt, die Einzelfertigung oder (Klein-)Serienfertigung betreiben.

Werkstattfertigung Beispiel

In einer Möbelfabrik werden u.a. Regalbretter zugeschnitten (Werkstatt 1: Zuschnitt), anschließend werden Löcher für Schrauben in die Regale gebohrt (Werkstatt 2: Bohrerei), danach werden die Regalbretter lackiert (Werkstatt 3: Lackiererei) u.s.w.

Zum einen sind die Zuschnitte und ebenso die Bohrungen von Regaltyp zu Regaltyp anders, zum anderen werden manche Regale auch nicht lackiert, sondern naturbelassen. Die Bearbeitungen und die angelaufenen Werkstätten unterscheiden sich entsprechend; dies macht die Fertigungssteuerung komplexer als z.B. bei der Fließproduktion.

Alternative Begriffe: Werkstattprinzip, Werkstattproduktion, Werkstättenfertigung.