Cross Docking

Cross Docking Definition

Die zentrale Idee des sogenannten Cross Docking ist der Warenumschlag ohne (längere) Lagerhaltung. Dadurch unterscheidet sich das Cross Docking z.B. von einem Zentrallager, bei dem die Ware auch zwischengelagert wird.

Das zielt darauf ab, den Warenstrom zu beschleunigen, keine Bestände (und damit keine längere Kapitalbindung) aufzubauen, Lagerflächen/-räume gering zu halten und auch das Verderbrisiko für z.B. frische Ware wie Gemüse und Obst zu minimieren.

Beim einstufigen Cross Docking stellt z.B. ein Hersteller von Taschentüchern und Küchenrollen Ladeeinheiten (z.B. Paletten, Container) mit seinen Waren für die einzelnen Filialen eines Händlers (z.B. einer Drogeriemarktkette) zusammen und versendet diese an die Cross-Docking-Station des Händlers (oder eines von diesem beauftragten Logistikdienstleisters). Von dort aus werden diese zusammen mit Lieferungen anderer Hersteller (z.B. von Seifen, Spülmitteln etc.) an die einzelnen Filialen geschickt.

Beim zweistufigen Cross Docking liefert der Hersteller die Waren ohne Aufteilung auf einzelne Filialen, sondern produktbezogen (z.B. eine Palette Taschentücher, 2 Paletten Küchenrollen) und die Warenlieferungen werden am Cross-Docking-Punkt "zerlegt" und – wieder zusammen mit Lieferungen anderer Hersteller – für die einzelnen Filialen kommissioniert (man entnimmt also von der Taschentücherpalette 50 Großpackungen, von den Küchenrollen 100 Stück, dazu noch 200 Seifen usw. und schickt diese zusammen auf einer Palette an eine Filiale in München).

Das Cross Docking setzt einwandfreie und pünktliche Lieferungen der Hersteller voraus (um nicht beim Versand an die Filialen auf einen Hersteller warten zu müssen) sowie effiziente IT-Systeme und einen starken Datenaustausch zwischen den Partnern.