Entscheidungsmodell

Entscheidungsmodell Definition

Ein Entscheidungsmodell dient dazu, die Realität bzw. das Entscheidungsproblem vereinfacht und operabel / berechenbar in einem Modell abzubilden, um auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen.

Zu einem Entscheidungsmodell gehören:

  • Zielfunktion des Entscheiders
  • Handlungsalternativen
  • Umweltzustände (u. U. mit Eintrittswahrscheinlichkeiten)
  • Ergebnisse.

Beispiel

Beispiel: Entscheidungsmodell aufstellen

Sie müssen neben dem Studium Geld verdienen und können für morgen entweder eine Stunde als Nachhilfelehrer für BWL für 10 € vereinbaren oder eine Stunde als Tennislehrer für 15 €; letztere findet allerdings nur bei gutem Wetter statt.

Ihr Zielfunktion besteht einfach darin, möglichst viel Geld zu verdienen (sie könnte aber auch anders sein, z. B. Spass bei der Lehrstunde, gemessen auf einer Skala von 1 bis 10).

Die zwei Handlungsalternativen sind 1) BWL-Nachhilfe vereinbaren und 2) Tennis-Lehrstunde vereinbaren.

Die Umweltzustände sind 1) "Gutes Wetter" (sagen wir mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 %) und 2) "Kein gutes Wetter" (mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 %).

Die Ergebnisse sind Einnahmen von 10 € (BWL) bzw. 15 € (Tennis).

Dieses Modell wäre jetzt die Grundlage, um nach einem bestimmten Schema eine Entscheidung zu treffen. Sie könnten z. B. auf Nummer sicher gehen (10 € für BWL), ins Risiko gehen (15 € für Tennis) oder mit den Wahrscheinlichkeiten für die Umweltzustände (Wetter) arbeiten. Das hängt davon ab, wie risikofreudig Sie sind, ob die Wahrscheinlichkeiten wirklich angegeben werden können usw.

Das Modell ist nur die Ausgangsbasis, auf die unterschiedliche Entscheidungsregeln angewandt werden können.

Es gibt nicht das eine Entscheidungsmodell – Entscheidungsmodelle können Einzelne oder Gruppen umfassen, ein- oder mehrstufig sein und in anderen Punkten variieren.