Rationalisierung

Rationalisierung Definition

Rationalisieren heißt eigentlich vernünftig (rational) gestalten, hat aber in der Wirtschaft eine etwas anders gelagerte Bedeutung bekommen.

Rationalisierung in Unternehmen bedeutet: Produktivität erhöhen (z. B. 1.100 Autos täglich statt vorher 1.000 Autos bei gleicher Arbeiterzahl oder Arbeitszeit), Kosten senken (z. B. von 100 Mio. € auf 95 Mio. € für ein ganzes Unternehmen in einem Jahr).

Rationalisierung kann auf verschiedene Arten entstehen: durch Technik (Roboter, Computer, Software), durch Verbesserung der Abläufe / Prozesse, durch produktivere Führungsstile und Managementansätze wie Lean Management, durch Outsourcing, durch Kooperationen usw.

Das ist nicht zwingend, aber häufig mit Arbeitsplatzabbau verbunden.

Die Rationalisierungsmaßnahmen wirken hier oft indirekt: wenn durch Technik oder Verbesserung der Abläufe Zeit eingespart wird, kann die dadurch gewonnene Arbeitszeit entweder für mehr Geschäft genutzt werden oder es ist bei konstantem Geschäft zu viel (ungenutzte) Arbeitszeit verfügbar.

Und bei Outsourcing wird direkt Arbeit an andere Unternehmen vergeben, die dann im eigenen Unternehmen wegfällt.

Nach § 106 Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 Nr. 4 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) hat ein Wirtschaftsausschuss in einem Unternehmen (sofern vorhanden) Rationalisierungsvorhaben als wirtschaftliche Angelegenheiten mit dem Unternehmer zu besprechen und den Betriebsrat zu unterrichten.