Dominanzprinzip

Dominanzprinzip Definition

Das Dominanzprinzip als (ein mögliches) Kriterium bei Entscheidungen unter Sicherheit sagt: wenn eine Aktion unter allen Umständen zu einem besseren oder zumindest gleich guten Ergebnis führt als bzw. wie alle anderen, dann soll diese Aktion gewählt werden.

Beispiel

Beispiel: Entscheidung nach dem Dominanzprinzip

Sie spielen nächsten Monat ein Golfturnier, der Gegner wird Ihnen zugelost. Es soll nur zwei Arten von Golfspielern geben: gute und schlechte.

Wenn Ihnen ein Schlechter als Gegner zugelost wird, ist das für Sie kein Problem und Sie gewinnen.

Wird Ihnen hingegen ein Guter zugelost, können Sie nur gewinnen, wenn Sie vorher noch 10 Golfstunden bei einem Top-Trainer nehmen.

Die Lage ist dann so:

Wird Ihnen ein schlechter Gegner zugelost, gewinnen Sie mit und ohne Trainerstunden, also in jedem Fall.

Wird Ihnen ein guter Gegner zugelost, gewinnen Sie nur mit Trainerstunden – und ohne nicht.

Trainerstunden zu nehmen, verschlechtert Ihre Lage bei Umstand 1 (schlechter Gegner) nicht, verbessert Sie aber bei Umstand 2 (guter Gegner).

Die Aktion "Trainerstunden nehmen" dominiert und nach dem Prinzip der Dominanz würden Sie sich dafür entscheiden.

Das Dominanzprinzip ist also ein sehr einfaches Prinzip.

Es vernachlässigt allerdings die Kosten der Aktionen (die 10 Trainerstunden kosten Geld, die Aktion ist mit einem Einsatz verbunden).