Effektivzins

Effektivzins Definition

Angenommen, für einen Kredit fallen 5 % p.a. Nominalzins an, der jährlich zu zahlen ist (Beispiel: 100.000 € Kreditaufnahme am 1. Januar, 5.000 € Zinsen am 31. Dezember) – und das ist alles. Dann entspricht der Nominalzins dem Effektivzins (dem "tatsächlichen Zins").

Sobald aber etwas anders ist – z.B. keine jährlichen, sondern vierteljährliche oder monatliche Zahlungen, ein Disagio oder zusätzliche Kreditkosten –, muss man den Effektivzinssatz berechnen, um die tatsächliche, vollständige Belastung zu kennen.

Beispiel

Eine Bank verlangt für einen Kredit eine vierteljährliche nominale Verzinsung von 2 % (also z.B. jeweils 2.000 € am 31. März, am 30. Juni, am 30. September und am 31. Dezember für einen 100.000 € - Kredit zum 1. Januar).

Wie hoch ist der effektive Jahreszins?

Die dazugehörige Formel ist:

$$i_{Eff} = (1 + i_{Nom})^n - 1$$

Dabei steht iEff für den Effektivzins, iNom für den Nominalzins (jeweils dezimal) und n für die Anzahl der unterjährigen Zinszahlungen.

$$i_{Eff} = (1 + 0,02)^4 - 1 = 0,08243 = 8,24 \, \%$$

Durch die unterjährigen (im Vergleich zum üblichen Jahresendzins früheren) Zinszahlungen ist der Kredit mit gerundet 8,24 % teurer als ein 8 % p.a. - Kredit.