Effizienzlohntheorie

Effizienzlohntheorie Definition

Die Effizienzlohntheorie geht davon aus, dass die gezahlten Löhne in bestimmten Märkten bzw. Branchen (z.B. IT) höher sind, als sie es in Form von Gleichgewichtspreisen sein müssten.

Gründe dafür: die höheren Löhne sollen die Produktivität der Arbeitnehmer steigern, zudem sollen Wechsel der Mitarbeiter zu anderen Unternehmen bzw. die damit verbundenen Kosten (Mitarbeitersuche, Einarbeitung, Wegfall von Erfahrung und Wissen usw.) vermieden werden, auch das erhöht die Produktivität des Unternehmens.

Man kann sich hier einen Software-Ingenieur vorstellen, der mit 150.000 € Jahresgehalt 1) hoch motiviert und 2) wenig abwanderungswillig ist.

Da dieser Effizienzlohn über dem Gleichgewichtslohn liegt, kann es – wie im allgemeinen Gleichgewichtsmodell für Güter auch – zu einem Überhang des Angebots (an Arbeit) über die Nachfrage (nach Arbeit) kommen, es droht Arbeitslosigkeit.

Die Effizienzlohntheorie versucht somit, (eine mögliche Ursache für) Arbeitslosigkeit zu erklären.