Kausalität

Kausalität Definition

Man darf bei statistischen Analysen Korrelation nicht mit Kausalität gleichsetzen.

Kausalität bezeichnet eine Ursache-Wirkung-Beziehung: eine Ursache führt zu einer Wirkung. Das kann z.B. auf physikalischen oder chemischen Prinzipien beruhen oder auch auf ökonomischen Gesetzmäßigkeiten (eine Preishalbierung führt zu einem höherem Absatz o.ä.).

Eine Korrelation hingegen stellt nur einen statistischen Zusammenhang dar, der nicht zwingend auf einer Ursache-Wirkungs-Beziehung beruhen muss. Letztlich besagt eine Korrelation nur, dass 2 Effekte parallel auftreten.

Es gibt mehrere Gründe, warum u.U. aus einer Korrelation fälschlicherweise auf eine Kausalität geschlossen wird:

  • die zwei beobachteten Variablen korrelieren stark, die Effekte sind aber auf eine dritte Variable zurückzuführen, die für die beiden beobachteten Effekte ursächlich ist (vgl. das Beispiel zur Scheinkorrelation);
  • die beobachteten Variablen spiegeln einen zeitlichen Trend wider; so gehen z.B. immer mehr Schüler auf das Gymnasium (Trend 1) und immer mehr Leute kaufen sich E-Bikes (Trend 2); auf einer Zeitstrahl-Grafik würde man hier ansteigende Linien sehen und könnte wahrscheinlich eine (hohe) Korrelation feststellen; worin sollte aber hier ein kausaler Zusammenhang bestehen?

Alternative Begriffe: kausaler Zusammenhang, Kausalzusammenhang, ursächlicher Zusammenhang.